Erfolgsmeldung von Senat und SAGA „die Wohnungsnot soll auf dem jetzigen Stand eingefroren werden“

Veröffentlicht: 14. Oktober 2010 in AG-Mieten, Leerstand, Presse, SAGA GWG
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Was die Springer Presse am 12.10.2010 als Erfolg verkauft entspricht bei weitem nicht den Erfordernissen des Wohnungsbedarfs in Hamburg. Nach dem Größenwahn die Elbphilharmonie „um jeden Preis“ zu bauen und irren Spekulationen mit Riesenverlusten der HSH-Nordbank backt der Senat nun kleine Brötchen auf Kosten der BewohnerInnen Hamburgs. Hierbei sind besonders die unteren Einkommensschichten betroffen. In sozialer wie kultureller Hinsicht. Es ist nun schon ein Erfolg, wenn Mißstände sich nicht verschlimmern. Über Verbesserungen wird gar nicht mehr nachgedacht. Das die Zahl der Sozialwohnungen in Hamburg seit Jahrzehnten dramatisch abnimmt, ist kein Geheimnis. Das bedeutet für die Menschen in Hamburg konkret, dass es viel zu wenige Wohnungen mit Sozialbindung gibt. Wer in Hamburg eine Wohnung sucht und nicht viel Geld zur Verfügung hat, wie HatzIV EmpfängerInnen, prekär Beschäftigte, Minijobber, Studenten, ZeitarbeiterInnen, viele RentnerInnen, StudentInnen, Familien, Alleinerziehende, wird diese in absehbarer Zeit noch schwerer oder garnicht mehr finden. Auf dem Wohnungsmarkt gibt es auch so keine Konkurrenz durch eine ausreichende Zahl günstiger Wohnungen. Der Markt wurde so eingerichtet, das Vermieter mittlerweile fast frei sind bei der Bestimmung der Miethöhe. Da wird auch monate- oder jahrelanger Leerstand in Kauf genommen, bis sich der Wunschprofit realisieren lässt. D.h. der Mangel an sozial gebundenem und damit relativ günstigem Wohnraum betrifft alle MieterInnen in Hamburg, weil sich diese Tatsache in Form hoher Durchschnittsmieten auswirkt.
Demgegenüber gibt es einen Leerstand an Büro- und Gewerbeflächen von mehr als 1,2 Mio. Quadratmetern, mit stark zunehmender Tendenz. Hätte man anstatt dessen Wohnungen gebaut, wäre die Lage nicht so kritisch, wie sie ist.
Der Senat hat durch Mietgarantien in der Hafencity sogar dafürt gesorgt, dass weiterhin hohe Profite der Immobilienwirtschaft ohne Risiko, auf Kosten der Steuerzahler und zum Schaden für die Mehrheit der Menschen in Hamburg möglich sind.

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Kommentare
  1. […] frage°°°ebenso berichtet die ag-mieten über den standt der entwicklung in bezug auf sozialwohnungsbau in der hansestadt°°°die hamburger sparkasse erstellt psychologische profile ihrer […]