Realitätsschock für Veranstaltungsteilnehmer_innen

Veröffentlicht: 30. August 2011 in Veranstatlung
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Bei der Präsentation der Ergebnisse des Zukunftsplans am Dienstag, 30. August 2011 18.30 Uhr im Rathaus Altona erleiden viele der Anwesenden einen Realitätsschock, als sie mit dem Unmut von einem anderen Teil der Anwesenden konfrontiert werden.
Den extremen Spannungen durch die hervorgerufenen kognitiven Dissonanzen wird durch spontane Wortbeiträge Luft gemacht. „Das autonome Zentrum ist draussen“ ist z.B. ein Statement, das von einem mittelalten Herren abgegeben wird.
Ein Pärchen jenseits der Midlife-Krise beteurt sich gegenseitig, wie frustrierend das doch alles ist.
Zwei Damen, offensichtlich aus Blankenese, Nienstedten oder Othmarschen stammend, fragen interessiert nach, was die Leute mit dem Transparent denn eigentlich da machen. Nach einer kurzen Erklärung zeigt die eine Verständnis, für das Vorgehen der Autonomen, die andere ist erbost und meint, dass die Planung doch sehr gelungen sei. Auf die Frage, ob sie denn auch in Altona wohne, sagt sie ja. Wo denn da? Pause, Nachdenken, äh, ja, am Rand von der Schanze.
Baustaatsrat Michael Sachs sitzt auf seinem Stuhl und lächelt erhaben ob der lautstarken Meinungsäußerung der Planungsgegner. Dee Kastenbrillen- und weiblichen Nadelsrtreifenträger_innen der Agentur, die für die Veranstaltung verantwortlich ist, bestätigen sich eilig in ihren vorgefassten Meinungen, die sie auf dem Kurs zur Karriere zum Ziel leiten sollen. „Das haben sie schonmal gemacht, hat auch da keinen Zweck gehabt“. Betont der 40er Kastenbrillenträger selbstsicher, mit dem Bewußtsein, die gesamte Exekutive hinter sich zu haben, wenn es für seine Dissonanz zu schlimm wird.
Die Veranstalterin versucht noch eine Trumpfkarte, indem sie die Anwesenden auffordert aufzustehen, wenn sie wünschen, dass die Veranstaltung fortgeführt wird. Tatsächlich stehen über die Hälfte der Anwesenden auf. Wobei diese kein repräsentatives Bild der Bevölkerung darstellen.
Das Ruf- Klatsch und Pfeifkonzert geht trotzdem weiter. Rufe gegen das kapitalistische Wirtschaftssystem ertönen lautstark.
Wir sind gespannt wie es weiter geht.

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