Solidaritätserklärung der AG-Mieten mit dem Autonomen Zentrum Altona

Veröffentlicht: 26. Oktober 2011 in AG-Mieten
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Am 23.04.201111 wurde das ehemalige, seit Jahren leerstehende Finanzamt in Hamburg-Altona von
Aktivist_innen besetzt.

Mit dieser Aktion sollte auf die Ungeheuerlichkeit hingewiesen werden, dass ein solches
öffentliches Gebäude ungenutzt bleibt und der Stadt als Spekulationsobjekt dienen soll.
Das Gebäude sollte einer Verwendung als selbstverwaltetes Stadtteilzentrum Altona zugeführt
werden.

Dies wurde von Politiker_innen, die nach der Wahl ihr Gedächtnis verloren haben mithilfe der
Polizei vereitelt. Diese ist wenig zimperlich vorgegangen und hat auch unliebsame Presse
ausgeschlossen. Es gab nur Hofberichterstattung vor Ort.

Die AG-Mieten verurteilt die Kriminalisierung der Besetzer_innen durch die Stadt und deren
Diskreditierung durch einige Lokalpolitiker_innen. Das ist peinlich und unverschämt.

Das autonome Zentrum Altona ist ein wichtiger Kontrapunkt zu der Verwertungspolitik, die
Altona und seine Bürger_innen in rasender Geschwindigkeit und meistens ungefragt überrollt.

Wir brauchen hier kein „Community Center“ mit Firmen aus der „Kreativwirtschaft“ und einigen
sozialen Trägern als Feigenblättchen. Wir wollen das Wort Wirtschaft auch nicht mehr hören, weil
uns mittlerweile aus Erfahrung schlecht davon wird.

Wir wollen ein selbstverwaltetes Zentrum in dem Gebäude, bei dem niemand von offizieller Seite
reinredet, wie es zu verwerten und zu verwalten ist.

Gebt endlich den Menschen zurück, was ihnen gehört und hört auf uns auszuschließen von der
Nutzung öffentlicher Dinge indem ihr sie privatisiert oder verkommen lasst. Es reicht.

Wir erklären hiermit unsere uneingeschränkte Zustimmung zu den Anliegen der Besetzer_innen
vom Autonomen Zentrum Altona.

AG-Mieten im „Netzwerk Recht auf Stadt“ am 26.10.2011

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