Immobilienhändler werben Käufer mit dem neuen Mietenspiegel

Veröffentlicht: 4. November 2011 in AG-Mieten, Presse
Schlagwörter:, ,

Eine Email, die uns heute weitergeleitet wurde, wirft ein gutes Licht auf die Funktionsweise des Mietenspiegels. Er dient als Renditeargument für Immobilienbesitzer und -käufer.


Von: sekretariat@ibh-hamburg.de [mailto:sekretariat@ibh-hamburg.de]
Gesendet: Donnerstag, 3. November 2011 15:30
Betreff: Mietenspiegel 2011 (DR)

Sehr geehrter Herr R.,

der neue Mietspiegel 2011 ist aktuell veröffentlicht worden.

Daher fügen wir Ihnen diesen gerne mit einem Kommentar (Quelle:
Welt-Online) zu Ihrer Information bei.

Damit Sie leicht erkennen können, wie sich die Mieten in den einzelnen
Feldern verändert haben, haben wir Ihnen den Mietenspiegel ebenso in Farbe
beigefügt. Diese Angaben sind jedoch ohne Gewähr.

Wie Sie sehen, ist die Vermietbarkeit einer Immobilie in Hamburg sehr
sicher gewährleistet und wird seit Jahren immer lukrativer.

Sollten Sie sich also mit dem Gedanken tragen, eine Immobilie zur
Kapitalanlage kaufen zu wollen, so sollten Sie dies, speziell zum jetzigen
Zeitpunkt bei Zinsen um die 3,25%(), sofort umsetzen.

Fragen Sie gerne nach unseren aktuellen Angeboten.

Viele Immobilienbesitzer nehmen einen neuen Mietenspiegel zum Anlass, die
Mieten ihrer Wohnungen zu erhöhen, um somit die Rendite ihrer Anlage zu
verbessern.

Sollten Sie hierbei Hilfe benötigen oder Fragen haben, so können Sie sich
auch gerne an uns wenden.

Wir helfen Ihnen gerne.

Mit freundlichen Grüßen

D. Rxxxxr K. Kxxxxr

IBH-Immobilien GmbH
Blumenau 131
22089 Hamburg

Tel.: 040/3789366
Fax: 040/378934
Mobil: 0172/6694599

k.xxxxx@ibh-hamburg.de

(Zins 3,25% nom., 3,35% eff. 10 Jahre fest, Stand 03.11.2011)

Betreff: Mietenspiegel 2011

Quelle: Welt-Online
Wohnungsnot treibt Preise in die Höhe

Wer in Hamburg eine Wohnung sucht, braucht Geduld, Glück und viel Geld. Der
Wohnungsmarkt ist angespannt, Kritiker sprechen von "Mietenwahnsinn" und
"Wohnungsnotstand".

Wohnen in Hamburg wird weiter teurer. Die Mieten in der Hansestadt sind in
den vergangenen zwei Jahren um 5,8 Prozent und damit stärker als in den
Jahren zuvor gestiegen. Die durchschnittliche Netto-Kaltmiete lag zum
Stichtag 1. April 2011 bei 7,15 Euro pro Quadratmeter, 39 Cent höher als
2009. Das ergab der Mietenspiegel 2011, den Stadtentwicklungssenatorin
Jutta Blankau (SPD) vorstellte.

Die Mietentwicklung in Hamburg liegt erneut über der allgemeinen
Preisentwicklung, die im gleichen Zeitraum um 3,7 Prozent zulegte. "Eine
überdurchschnittliche Steigerung gab es im voll ausgestatteten Altbau und
bei kleinen Wohnungen in guter Wohnlage", sagte Blankau. Schwierigkeiten
gebe es vor allem bei kleineren und günstigen Wohnungen. Der Anteil der
Wohnungen mit unter sechs Euro Quadratmetermiete sei von 48 auf 33 Prozent
gesunken.

Der Mieterverein Hamburg bemängelte, dass Normalhaushalte immer größere
Schwierigkeiten hätten, ihre Miete zu bezahlen. "Die Vernachlässigung des
Wohnungsbaus durch die früheren Senate hat zu einem Fehlbestand von über
40.000 Wohnungen in Hamburg geführt", sagte der Vorsitzende Eckard Pahlke.

Die Geschäftsführerin des Vereins "Mieter helfen Mietern", Sylvia
Sonnemann, sagte: "Es darf nicht sein, dass zentrale Stadtteile, ja ganze
Stadtgebiete, exklusiv Besserverdienenden zur Verfügung stehen." In den
vergangenen Wochen hatten Tausende in Hamburg gegen hohe Mieten und
Wohnungsmangel demonstriert. Auch für Donnerstag wurde eine Kundgebung
angekündigt.

"Das ist die Schlussbilanz von zehn Jahren CDU-geführter
Wohnungsbaupolitik", sagte Blankau. Die CDU wehrte sich gegen die
Anschuldigungen und bezeichnete die Argumentation als "billig und
unseriös". Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz betonte erneut, dass er pro
Jahr bis zu 6000 neue Wohnungen bauen lassen will. "Das ist mir eines der
wichtigsten Anliegen, daran halte ich fest", sagte er. "Die Attraktivität
der Stadt leidet, da es nicht genügend passenden Wohnraum gibt." Scholz
sagte, er rechne mit einem "unglaublichen wirtschaftlichen Boom" und
Investitionen in Hamburg.

Staatsrat Michael Sachs berichtete von einem "sprunghaften Anstieg" bei
Baugenehmigungen. Deshalb sei er optimistisch, das Ziel von jährlich 6000
neuen Wohnungen bis 2013 zu erreichen. Blankau rechnet spätestens dann mit
einer Entspannung bei den Mietpreisen. Die SPD-Fraktion kündigte an, eine
parlamentarische Initiative für mehr bezahlbaren Wohnraum ins Leben zu
rufen.

"Der ursprünglich als Instrument zur Mietbegrenzung gedachte Mietenspiegel
ist angesichts der Wohnungsnot zum Mieterhöhungsinstrument geworden",
kritisierte Heike Sudmann von den Linken. Er gebe den Vermietern die
Grundlage für weitere Mieterhöhungen. Immer mehr Menschen mit geringem und
mittlerem Einkommen blieben auf der Strecke. Die Grünen forderten die SPD
dazu auf, im Bundesrat die Anträge der Grünen zur Änderung des Mietrechts
zu unterstützen. Die FDP hingegen betonte, eine Überregulierung des Marktes
sei nicht hilfreich.

Relevant für die Statistik waren dieses Mal rund 53.000 Wohnungen, in denen
die Mieten in den vergangenen vier Jahren erhöht oder neu vereinbart worden
waren. Es sei rechtlich vorgeschrieben, dass nur diese Wohnungen in den
Mietenspiegel einfließen dürften, erklärten die Autoren.

Der Hamburger Mieterverein bemängelte, dass diese Regelung der Statistik
insbesondere auf knappen Märkten eine Dynamik verordne. Die Grünen
forderten, dass auch Bestandsmieten aufgenommen werden müssten, um den
Kostenanstieg zu bremsen.

Gewürzt mit Pressezitaten und dem Mietenspiegel, sowie dem Mietenspiegel in Farbe im Anhang, können wir hier sehen, wie die dramatische Situation auf der Seite der Investor_innen betrachtet wird.

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Kommentare
  1. Marianne sagt:

    ich wär so gerne milliardär – dann könnte ich dieses immobilienbüro kaufen!

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