Mit ‘Autonomes Zentrum Altona Bahnhof’ getaggte Beiträge

Am 23.04.201111 wurde das ehemalige, seit Jahren leerstehende Finanzamt in Hamburg-Altona von
Aktivist_innen besetzt.

Mit dieser Aktion sollte auf die Ungeheuerlichkeit hingewiesen werden, dass ein solches
öffentliches Gebäude ungenutzt bleibt und der Stadt als Spekulationsobjekt dienen soll.
Das Gebäude sollte einer Verwendung als selbstverwaltetes Stadtteilzentrum Altona zugeführt
werden.

Dies wurde von Politiker_innen, die nach der Wahl ihr Gedächtnis verloren haben mithilfe der
Polizei vereitelt. Diese ist wenig zimperlich vorgegangen und hat auch unliebsame Presse
ausgeschlossen. Es gab nur Hofberichterstattung vor Ort.

Die AG-Mieten verurteilt die Kriminalisierung der Besetzer_innen durch die Stadt und deren
Diskreditierung durch einige Lokalpolitiker_innen. Das ist peinlich und unverschämt.

Das autonome Zentrum Altona ist ein wichtiger Kontrapunkt zu der Verwertungspolitik, die
Altona und seine Bürger_innen in rasender Geschwindigkeit und meistens ungefragt überrollt.

Wir brauchen hier kein „Community Center“ mit Firmen aus der „Kreativwirtschaft“ und einigen
sozialen Trägern als Feigenblättchen. Wir wollen das Wort Wirtschaft auch nicht mehr hören, weil
uns mittlerweile aus Erfahrung schlecht davon wird.

Wir wollen ein selbstverwaltetes Zentrum in dem Gebäude, bei dem niemand von offizieller Seite
reinredet, wie es zu verwerten und zu verwalten ist.

Gebt endlich den Menschen zurück, was ihnen gehört und hört auf uns auszuschließen von der
Nutzung öffentlicher Dinge indem ihr sie privatisiert oder verkommen lasst. Es reicht.

Wir erklären hiermit unsere uneingeschränkte Zustimmung zu den Anliegen der Besetzer_innen
vom Autonomen Zentrum Altona.

AG-Mieten im „Netzwerk Recht auf Stadt“ am 26.10.2011

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Bei der Präsentation der Ergebnisse des Zukunftsplans am Dienstag, 30. August 2011 18.30 Uhr im Rathaus Altona erleiden viele der Anwesenden einen Realitätsschock, als sie mit dem Unmut von einem anderen Teil der Anwesenden konfrontiert werden.
Den extremen Spannungen durch die hervorgerufenen kognitiven Dissonanzen wird durch spontane Wortbeiträge Luft gemacht. „Das autonome Zentrum ist draussen“ ist z.B. ein Statement, das von einem mittelalten Herren abgegeben wird.
Ein Pärchen jenseits der Midlife-Krise beteurt sich gegenseitig, wie frustrierend das doch alles ist.
Zwei Damen, offensichtlich aus Blankenese, Nienstedten oder Othmarschen stammend, fragen interessiert nach, was die Leute mit dem Transparent denn eigentlich da machen. Nach einer kurzen Erklärung zeigt die eine Verständnis, für das Vorgehen der Autonomen, die andere ist erbost und meint, dass die Planung doch sehr gelungen sei. Auf die Frage, ob sie denn auch in Altona wohne, sagt sie ja. Wo denn da? Pause, Nachdenken, äh, ja, am Rand von der Schanze.
Baustaatsrat Michael Sachs sitzt auf seinem Stuhl und lächelt erhaben ob der lautstarken Meinungsäußerung der Planungsgegner. Dee Kastenbrillen- und weiblichen Nadelsrtreifenträger_innen der Agentur, die für die Veranstaltung verantwortlich ist, bestätigen sich eilig in ihren vorgefassten Meinungen, die sie auf dem Kurs zur Karriere zum Ziel leiten sollen. „Das haben sie schonmal gemacht, hat auch da keinen Zweck gehabt“. Betont der 40er Kastenbrillenträger selbstsicher, mit dem Bewußtsein, die gesamte Exekutive hinter sich zu haben, wenn es für seine Dissonanz zu schlimm wird.
Die Veranstalterin versucht noch eine Trumpfkarte, indem sie die Anwesenden auffordert aufzustehen, wenn sie wünschen, dass die Veranstaltung fortgeführt wird. Tatsächlich stehen über die Hälfte der Anwesenden auf. Wobei diese kein repräsentatives Bild der Bevölkerung darstellen.
Das Ruf- Klatsch und Pfeifkonzert geht trotzdem weiter. Rufe gegen das kapitalistische Wirtschaftssystem ertönen lautstark.
Wir sind gespannt wie es weiter geht.

Am späten Samstagabend 23.04.2011, wurde das „Autonome Zentrum Altona-Bahnhof“ von ca. 200 Polizist_innen geräumt. Etwa 40 Hamburger_innen hatten am Samstag Nachmittag, im seit mehreren Jahren leer stehenden Gebäude des ehemaligen Finanzamtes Altona, das „Autonome Zentrum Altona-Bahnhof“ eröffnet..
Einige Pressevertreter_innen wurden von der Polizei massiv in ihrer Berichterstattung eingeschränkt. Sie durften das Gebäude nicht betreten und ihm auch nicht zu nahe kommen. Wogegen ausgewählte Pressevertreter_innen (embedded Journalists) die Polizei in das Gebäude hinein begleiten durften.
Von der Polizei wurde Pfefferpray eingesetzt (s. Video). Anscheinend wurde ein Mensch, der nicht aufstehen wollte fest genommen.