Mit ‘Berlin’ getaggte Beiträge

Die Demonstrationen fanden gestern in Hamburg, Berlin und Freiburg statt. Die Veranstalter in den drei Städten hatten eine gemeinsame Presseerklärung herausgegeben.

In Hamburg gingen mehr als 4000 Menschen (3000 nach Polizeiangaben) gegen den „Mietenwahnsinn“ auf die Straßen. Während der Demo machten sich 400 Leute auf zu einer Hausbesetzung in der Oberstraße um darauf aufmerksam zu machen, dass in Zeiten knappen Wohnraums Leerstand, vor allem der Spekulative,  als kriminell gewertet werden muß, Hausbesetzung jedoch ein Mittel ist, sich aus eigener Kraft von der Wohnungsnot zu befreien.

In Berlin protestierten 1200 Menschen gegen steigende Mieten und die Verdrängung von einkommensschwächeren Menschen aus der Stadt.

In Freiburg waren es 500 Menschen, die für bezahlbaren Wohnraum und eine Stadt für alle demonstrierten.

Der SPD-nahe, ziemlich konservative Mieterbund, der leider nicht mit zu den Demos aufgerufen hatte, nahm die Aktionen zum Anlass, vor einer Katastrophe am Wohnungsmarkt durch die, für sehr viele nicht mehr bezahlbaren Mieten zu warnen.

Update: Auf der Seite von „Mietenwahnsinn stoppen“ gibt es einen Pressspiegel zu den Protestaktionen am Wochenende und davor.

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Die Mieter_innen der „Mietergemeinschaft Kottbusser Tor“ in Berlin sind es leid von politischer Seite keinerlei Hilfe gegen die immer weiter steigenden und sie verdrängenden Mieten zu bekommen und machen deswegen ein Protestcamp. SIe haben ihr Straßenfest kurzerhand zeitlich und räumlich ausgedehnt.

Hier ist die Presserklärung zum Camp auf deutsch und türkisch.

Ein gutes Beispiel, dass in Hamburg und anderen Städten Schule machen könnte auch hier steigen die Mieten drastisch.
Die Politik stellt sich aber hauptsächlich schützend vor die Investoren, damit diese gesichert ihre Profite einfahren können. Die Interessen der Mieter_innen, aus den unteren und mittleren Einkommensschichten bleiben dabei auf der Strecke. Die können langfristig sehen wo sie bleiben.
Vielleicht werden ihnen aber auch Umsiedlungen in 150 km und mehr entferte Gebiete angeboten, wie es in London schon üblich ist.
Der menschenleere Ostteil Deutschlands würde sich z.B. gut dafür eignen. Damit würde endlich deutlich, dass „die Mauer“ 1989 lediglich in ihrer physischen Form verschwunden ist.
Wir hätten dann wieder zwei Wirtschaftszonen. Zwar nicht wie gehabt eine kapitalistische und eine sozialistische, sondern zwei kapitalistische. Im Westen die Besitzenden. Im Osten die Menschen ohne Besitz.