Mit ‘Gagfah’ getaggte Beiträge

Aus Österreich kommen sehr gute Nachrichten. Die Wiener Vizebürgermeisterin spricht sich für eine Begrenzung der Mieten auf 7,00 €  pro m² und Monat aus. Denn in Wien, ebenso wie in anderen Ballungsräumen stellen die steigenden Mieten eines der größten Probleme für die Menschen dar. In Deutschland ist die Lage ebenso dramatisch. Deswegen fordert das Bündnis „Mietenwahnsinn stoppen“ auch schon seit über einem Jahr in der „Hamburger Erklärung“ eine Deckelung der Mieten in Hamburg.

Auch in Österreich sind die Mieten in zehn Jahren um 35% gestiegen, die Löhne aber nur um 22%. Damit geht die österreichische Politik das Problem wesentlich früher an, als deren Pendants in Deutschland. Die Schere zwischen steigenden Mieten und den, für viele sinkenden, Einkommen hat sich in Deutschland, zumindest in den vielen Ballungsräumen, wesentlich weiter geöffnet. Deutschland ist das europäische Land mit den geringsten Lohnsteigerungen bei den ärmeren 50% der Bevölkerung, seit 1998.

David Ellensohn, der Klubchef der Wiener Grünen, führt den Vorschlag seiner Parteikollegin weiter aus und bringt dabei einige interessante Lösungsvorschläge. Die Spekulation mit Leerstand möchte er z.B. mit geeigneten Leerstandsabgaben beenden.

Die konservativen Parteien sehen, ebenso wie die Konservativen in Deutschland einen Angriff auf ihren veralteten Eigentumsbegriff. Veraltet deswegen, weil es ein großer Unterschied ist, ob der vielzitierte „selbständige Handwerksmeister“ ein Mietobjekt zur Altersversorgung baut, anstatt sein Geld bei den Banken anzulegen, oder ob riesige Immobilien- und Investmentfonds Immobilien in Milliardenmaßstäben zu spekulativen Zwecken aufkaufen. In Deutschland wurden ganze städtische Wohnungsgesellschaften an solche Fonds verkauft, wie z.B. die GAGFAH. Das hat schlimme Folgen für die Mieter_innen und letztendlich für die ganze Gesellschaft. In Dresden will die GAGFAH 38.000 Wohnungen wieder verkaufen, nachdem sie die Mieten heraus gezogen hat, ohne entsprechend in die Instandhaltung zu investieren.

Es sind genau diese Formen des Eigentums, die wir nicht mehr zulassen dürfen.

Die GAGFAH schimmelt weiter

Veröffentlicht: 12. Juni 2012 in AG-Mieten
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Wie das Hamburger Abendblatt heute berichtete, haben sich die Zustände in den Wohnungen der GAGFAH trotz anhaltender Proteste der Mieter_innen nicht gebessert.
Schimmel, defekte Fahrstühle und andere lebensgefährliche Begebenheiten gehören für die Mieter_innen bei der GAGFAH zum Alltag.
Die GAGFAH wiegelt ab und erneuert statt der Wohnungen die immer wieder gleichen Versprechen, die nichts verändern.
Die BSU (Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt) geht das Problem nicht offensiv genug an. Es gibt in Hamburg ein Wohnraumschutzgesetz, dass konsequent angewendet, viele der Zustände verbessern könnte.

Der AKU-Wilhelmsburg hat heute bekannt gegeben, dass die Broschüre „Immer Ärger mit der GAGFAH“ online ist.
Hier könnt ihr die herunter laden

Wie auf der Seite des Arbeitskreises Umstrukturierung in Wilhelmsburg berichtet wird, haben am 4.6.2012 GAGFAH-Mieter_innen und die AG Wohnen Wilhelmsburg eine Protestfahrt zur BSU unternommen um auf die weiterhin unhaltbaren Zustände bei diesem Wohnungsunternehmen aufmerksam zu machen und die BSU endlich dazu zu bringen, wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Auf der Seite gibt es auch ein Video von der Veranstaltung.

Es sei hier noch einmal ausdrücklich auf die Veranstaltung
„Kann die GAGFAH machen, was sie will?“ am 7.6.2012 hingewiesen.

Mieter_innen der GAGFAH und die AG Wohnen Wilhelmsburg machen am Montag den 4.6.2012 einen Ausflug zur „Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt“ (BSU). Um 11.00 Uhr werden sie vor der Behörde an der Stadthausbrücke Politiker_innen ihr in „Vergessenheit“ gefallenes Anliegen nach einem menschenwürdigen Wohnen erneut vortragen, um deren schwache Gedächtnisse aufzufrischen.

Die Bekanntmachung als PDF findet ihr hier.

Liebe GAGFAH-Mieter_innen und alle denen das unter den Nägeln brennt: „Schließt euch an!“

Hier noch ein weiterer Veranstaltungshinweis:
Kann die GAGFAH machen, was sie will?
Diskussionsveranstaltung
7. Juni 2012: 19.00 bis 21.00 Uhr
Ort: Bürgerhaus Wilhelmsburg, Mengestr. 20

Der GAGFAH geht das Geld aus

Veröffentlicht: 6. Mai 2012 in AG-Mieten
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38.000 Wohnungen, die sie erst 2006 kaufte, will die GAGAFAH nun wieder versilbern. Das ist ein Viertel ihres Bestandes.

Wir dürfen gespannt sein, wer bereit ist, für die von der GaGFAH herunter gewirtschafteten Wohnungen, in die seit 2006 fast nichts mehr investiert wurde, den „Buchwert“ von 1,8 Milliarden Euro zu bezahlen. 1,75 Milliarden hatte sie sselbst einst dafür bezahlt.

In der Zwischenzeit hat sie kräftig die Mieten erhöht und eine Menge Geld an die Aktionäre ausgeschüttet. Instand gehaltenwurden die Wohnungen kaum, wie die sich häufenden Klagen der GAGFAH-Mieter_innen zeigen.

Wahrscheinlich werden einige Kommunen die Wohnungen wieder zurück kaufen, um das sozial destabilisierende Geschäftsgebaren der GAGFAH zu beenden und wenigstens ein wenig den sozialen Frieden bei den Mieter_innen wieder herzustellen.

Der Gewinner und die Verlierer sind hier klar erkennbar. Die GAGFAH hat eine Menge Kohle gemacht und die Kommunen, bzw. deren Einwohner_innen zahlen dafür.

Es bleibt die schwache Hoffnung, dass dies eine Lehre für die Kommunen in Sachen Privatisierung ist.

Liebe Politiker_innen: „Hört endlich auf unser Eigentum zu verramschen. Wenn wir es dann wieder zurück kaufen müssen, wird es nämlich verdammt teuer für uns.“ Wir wissen ja, das für viele von euch ein gut bezahlter Posten bei Banken, Energieversorgervampiren und anderen Abzockunternehmen dabei rausspringt und ihr  ja auch eure Kinder ernähren müsst, aber muss es denn immer mit Kaviar sein?

Gagfah darf weitermachen wie bisher

Veröffentlicht: 6. März 2012 in AG-Mieten
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Im Rechtsstreit der Stadt Dresden gegen die GAGFAH ist es zu einem Vergleich gekommen. Die Gagfah braucht bis 2020 lediglich 4 Millionen Euro im Jahr zu überweisen.
Der Streitwert lag wesentlich höher. Bei 1,084 Milliarden Euro, also beim etwa 25fachen Wert.
Für die Gagfah kann dieses Urteil nur eine positive Bestärkung sein, so weiter zu machen wie bisher.
Die für Mieter_innen oft unerträglichen Zustände, braucht sie nicht zu verändern.
Es wäre vernünftiger gewesen, wenn alle Städte, in denen die Gagfah aktiv ist, so auch Hamburg, sich mit Dresden solidarisiert und die Gagfah mit einer Klagewelle überzogen hätten.
Auf jeden Fall ist dieses Urteil ein Schlag ins Gesicht der Mieter_innen.