Mit ‘Leerstand’ getaggte Beiträge

Wir möchten auf die vorweihnachtliche Aktion von Lux & Konsorten aufmerksam machen!
Die Videos dazu gibt es hier:
Video-Dokumentation von pokobi & utopieTV

Pressemitteilung „Lux & Konsorten“

„Strike!
„Lux & Konsorten“ verhüllen Leerstand in Altona!
Erstes Türchen des Leerstandsmelder-Adventskalenders geöffnet!

Hamburg-Altona, 1. Dezember 2010: Heute nachmittag um 15 Uhr hat die Gewerbegemeinschaft „Lux & Konsorten“ das leerstehende ehemalige Electrolux-Gebäude an der Max-Brauer-Allee 163 in einem spektakulären Coup verhüllt, der dem weltbekannten Einpacker Cristo alle Ehre machen würde. Die Verhüllung steht unter dem Motto „günstiger Gewerberaum selbstgemacht“ — in einem Stadtteil der zunehmend von Gentrifizierung betroffen ist. Die Aktion ist auch der Auftakt zum Adventskalender des Leerstandsmelders aus dem Gängeviertel, in dem man seit heute Hamburger Leerstände eintragen kann: www.leerstandsmelder.de.

Mit der Aktion legt das Konsortium den mutmaßlichen Eigentümern des Areals, der „Quantum Immobilien AG“, öffentlich einen Mietvertrag vor, wie es ihn in dieser Stadt viel öfter geben sollte. „Lux & Konsorten“ visiert einen Mietpreis von maximal 5 Euro warm pro Quadratmeter an und begründet das Angebot wie folgt:

„- Immer mehr kleine Gewerbe, Dienstleister_innen und Selbständige werden aufgrund von Spekulation aus Stadtteilen wie Altona und anderen innerstädtischen Gebieten verdrängt.
– Wir wollen unsere Preise nicht erhöhen und unsere Löhne nicht weiter kürzen.
– Wir wollen auch Frei-Räume für Nutzungen vorhalten, die weder konsum- noch gewinnorientiert funktionieren, wie z.B. offene Werkstätten, Veranstaltungsräume für den Stadtteil. Diese Flächen sollen mietfrei sein.“

Zum Hintergrund: Die Quantum Immobilien AG plant, den traditionsreichen Gewerbehof abzureißen, um dort das zu bauen, woran in Hamburg ohnehin kein Mangel besteht: Wohnungen für Besserverdienende. 12 Euro kalt pro Quadratmeter kalkuliert die AG als Miete für die entstehenden Gebäude.

Dagegen erklärt Petra Barz von „Lux & Konsorten“: „Nicht nur können wir uns die Mieten in diesem Stadtteil immer weniger leisten — auch Arbeits- und Gewerberäume werden immer teurer und rarer. Eine günstige Produktions- und Arbeitsstätte mit Werkstätten, Büros, sozialen Trägern, Handwerkern und Kleingewerbe — dafür wäre das Electrolux-Gebäude ideal. Bei 1,17 Mio leerstehender Bürofläche gibt es in Hamburg ausreichend Flächen und Möglichkeiten für soziale und produktive Nutzung zu bezahlbaren Mieten.“

Über die Modalitäten und Möglichkeiten einer fortschrittlichen, sozialen Nutzung des Electrolux-Gebäudes können Sie sich ab sofort im „Lux & Konsorten“-Planungscontainer informieren, der vor dem Areal aufgestellt ist. „Lux & Konsorten“ ist eine sechzigprozentige Tochterfirma der gemeinschaftlichen Unternehmung „Recht auf Stadt“.

Kontakt vor Ort und für weitere Informationen: P. Barz, 0151-11655213
Anschreiben und Mietvertrag des Konsortiums können Sie unter www.lux-net.de herunterladen.“

Update: neue Videos, Bilder und Artikel von der Demo

Veröffentlicht: 25. Oktober 2010 in Demo, Leerstand, Presse
Schlagwörter:, ,

Bei Videogold gibt es einige längere Videos von der Demo am Samstag.
Die TAZ berichtet über Wohnungsmangel und die Demo mit einem Kommentar darüber, dass mithilfe des Privatrechts das Demonstrationsrecht behindert wird.
Das Abendblatt hat einen etwas milderen Artikel nachgeschoben.

Schaut auch mal auf die Seite vom CentroSociale, dort ist noch mehr Material verlinkt.

Der Bericht zur Demo auf der Rechtaufstadt Seite. Schöne Videos, schöne Bilder.

erklärt Andrej Holm in einem Beitrag in seinem Gentrificationblog. Der Artikel erklärt die Gewinnmodelle der Immobilienbranche und die Rolle der den Leerstand begünstigenden Steuergesetzgebung.
Lesempfehlung!

Leerstand in Hamburg

Veröffentlicht: 26. September 2010 in AG-Mieten, Demo, Leerstand
Schlagwörter:, , ,

Die Zweckentfremdung von Wohnraum, der Leerstand von Wohn- und Gewerbeimmobilien wird angesichts der Wohnungsnot in Hamburg zum immer drückenderen Problem. Der Wohnraum ist knapp, die Mietpreise steigen rasant und die Obdachlosigkeit nimmt zu.

Das Märchen, dass der Markt schon alles richten wird glaubt mittlereweile kein vernünftiger Mensch mehr.

Der Mieterverein MhM macht schon lange auf das Problem aufmerksam.

Die kürzlich erlassenen Sparbeschlüsse des Senats, die drastische Personalkürzungen in den Bezirksämtern vorsehen, werden dazu führen, dass die Prüfungen aufgrund von Personalmangel noch weiter eingeschränkt werden.

Immobilienbesitzer, die Wohn- oder Gewerberaum leesrstehen lassen, gehen dabei kein finanzielles Risiko ein, da Leerstand steuerlich abzugsfähig ist.

Der Büro/Gewerbeleerstand in Hamburg steigt seit Jahren stetig und erreicht ständig neue Rekordmarken. Die 1,2 Mio. m² leerstehende Büro/Gewerbeflächen werden in den nächsten Jahren, aufgrund unverminderter Bautätigkeit und sinkenden Vermietungsquoten, noch einmal um 600.000 m² zunehmen. Trotz dieser Entwicklung, wird in Wilhelmsburg ein neues Fass aufgemacht.

Trotz Zweckentfremdungsverordnung, sind viele Wohnflächen gewerblich vermietet/genutzt.

In beliebten Stadtteilen wirkt sich der Leerstand von Wohnraum besonders drastisch auf die Preise aus. Hier einige Beispiele aus dem Schanzenviertel: Hamburger Abendblatt, TAZ.

Wer gerne ein Bild vom Leerstand hätte, kann sich hier und hier Bilder ansehen.

Wer der Meinung ist, dass es so nicht weiter gehen darf, kann dies auf der Demo am 23.10.2010 kund tun.