Mit ‘St. Georg’ getaggte Beiträge

Nach bisher unbestätigten Gerüchten ist es für Jendrusch finanziell sehr eng geworden.

Dies wäre auch eine Erklärung dafür, dass er die renomierte Buchhandlung Wohlers, durch völlig absurde Mietforderungen, aus St. Georg verdrängt. Er braucht offenbar dringend das Geld.

Nach den wiederholten Meldungen um eine Pleite von Klausmartin Kretschmer, wäre dass der zweite Hamburger Immobilienhändler, der vor dem finanziellen Aus steht.

Die St. Georger hatten lange und intensiv für den Erhalt ihrer geliebten Buchhandlung gekämpft.

Dabei hat die Buchhandlung Wohlers Symbolcharacter für die Entwicklung in St. Georg und auch anderen Stadtteilen. Alteingesessene Läden des täglichen Bedarf müssen schließen, weil sie die überzogenen Mietforderungen der Immobilienbesitzer nicht mehr erwirtschaften könnnen.

Besonders der Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V. setzt sich sehr für eine Erhaltung der Buchhandlung und einer lebenswerten Infrastruktur ein. Die Lebensqualität der Bewohner_innen des Stadtteils leidet sehr unter der Zupflasterung mit Modeläden und Gastronomie, denen die Läden des täglichen Bedarfs in der Regel weichen müssen. Zusätzlich sind die Mieten und die Eigentumsquote in St. Georg so stark gestiegen, dass in den letzten Jahren viele Alteingessesene St. Georger_innen weg ziehen mussten.

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Büros zu Wohnungen – für wen?

Veröffentlicht: 12. Juni 2012 in Leerstand, Presse
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Wie die Mopo heute berichtet, geht es nun los mit der Umwandlung von leerstehenden Büroflächen in Wohnraum. Eine Forderung, die seit mindestens zwei Jahren von Aktivist_innen immer wieder gestellt wurde.
Zu unserer Enttäuschung jedoch, läuft das alles ganz anders, als wir uns das gewünscht hatten.
Anstatt Wohnungen zu schaffen, die auch für Mittel- bis Geringverdiener bezahlbar sind, entsteht noch mehr hochpreisiger Wohnraum ab 11,00 Euro/m².
Wer kann sich das leisten? Wir schätzen, dass sich das weniger als 35 Prozent der Hamburger_innen leisten können.
42% (412.860) aller Hamburger Haushalte (Hamburg hat 983.000 Haushalte) steht eine Wohnung über den ersten Förderungsweg zu. 68% (668.440) hätten ein Anrecht auf eine Wohnung nach dem ersten oder zweiten Förderungsweg.
Der Senat hat etwas nicht verstanden. Es geht nicht um Wohnraum um jeden Preis.

Diese Entwicklung bedeutet, dass die Möglichkeit eine Wohnung zu wählen für mehr als 60% der Hamburger_innen zunehmend eingeschränkt werden. Die Anzahl der in Frage kommenden Stadtbereiche werden immer kleiner und sie liegen immer weiter draussen. Das ist der Weg in eine geschlossene Gesellschaft.

Update: Hier könnt ihr euch die Sendung „Hamburger Presserunde“ auf HH1 ansehen. Thema ist „Langeweile an der Langen Reihe – verliert unsere Stadt ihr Gesicht?”
Gäste im Studio:
Peggy Parnass, Autorin
Michael Joho, Vors. Einwohnerverein
Thomas Hirschbiegel, Hamburger Morgenpost
Oliver Schirg, Hamburger Abendblatt

Trotz Dauerregens fanden sich am gestrigen Abend mehr als 500 Menschen vor der Buchhandlung Wohlers in der Langen Reihe in St. Georg ein und erteilten den Investoren, allen voran F. Jendrusch und Partner, eine Absage.
Sie wollen nicht mehr hinnehmen, dass ihr lebendiger Stadtteil durch die Gier der Investoren nach und nach zerstört wird und sein Gesicht sowie seine Lebensqualität verliert.
Die Buchhandlung Wohlers ist von einer Mieterhöhung von mehr als 200% betroffen. Die Miete für den Laden soll von 1400 Euro auf 4100 Euro steigen. Dies würde das Aus für die alteingesessene und beliebte Buchhandlung zum Ende diesen Jahres bedeuten. (mehr …)

Update: hier hatte sich ein Rechenfehler eingeschlichen. Die Mieterhöhung liegt nicht bei 300% sondern bei 200%. Die neue Miete beträgt zwar das dreifache der vorherigen Miete und die Buchhandlung kann das nicht zahlen. Trotzdem Entschuldigung für den Rechenfehler.
Artikel im Hamburger Abendblatt
Artikel in der Morgenpost

Hier kam gerade die Meldung an, dass wieder ein Stück St. Georg stirbt. Nun geht es dem eingesessenen Gewerbe an den Kragen. Nach dem Aus für das in ganz Hamburg und darüber hinaus bekannte und beliebte Kräuterhaus Meyer muß nun wohl die Buchhandlung Wohlers aus der „langen Reihe“ verschwinden, da sie die geforderte Mieterhöhung von 300% nicht mehr tragen kann. Immerhin gibt es sie in St. Georg seit 79 Jahren.
Die „Lange Reihe“ verkommt damit mehr und mehr zu einer gesichtslosen, kalten und unattraktiven Straße mit Schnellabfertigungsgastronomie und Luxusshopping. (mehr …)