Mit ‘Grundstücke’ getaggte Beiträge

Handelskammer baut billig

Veröffentlicht: 18. Januar 2012 in AG-Mieten, SAGA GWG
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Wie sinnvoll unsere, seit langer Zeit gestellte Forderung, städtische Grundstücke nur noch in Erbpacht zu vergeben, weil sich dadurch die Baupreise veringern und die Bodenspekulation eindämmen lässt, beweist jetzt die Hamburger Handelskammer.

Für ein Grundstück mit einem Bodenwert von 3,3 Millonen Euro, zahlt die Handelskammer für die 75-Jahre-Pacht nur 93.000 Euro an die Stadt. Wenn das kein Schnäppchen ist.

Wir gratulieren der Handelskammer und Wirtschaftssenator Frank Horch ganz herzlich zu diesem gelungenen Deal. Wir hoffen, dass diese Praxis in Zukunft auch bei der Errichtung von Wohnungen im unteren Mietpreissegment Schule macht. Besonders schön: die Wege vom neuen Gebäude ins Rathaus sind sehr kurz. So können die Handelskammer-Lobbyisten dem Bürgermeister auf  kürzestem Wege ihre Wünsche unterbreiten oder gemeinsam mit Politiker_innen zu Mittag speisen.

Die SAGA/GWG und die Genossenschaften könnten so wesentlich billiger bauen und vermieten. Die Hamburgerinnen und Hamburger mit mittleren und geringen Einkommen werden dies sicher mit uns gemeinsam begrüßen.

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Die SAGA/GWG verkauft Grundstücke!

Veröffentlicht: 10. November 2010 in Presse, SAGA GWG
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Laut eines Berichtes in der TAZ von gestern verkauft die SAGA/GWG auch Grundstücke.
Das ist nicht mehr nachvollziehbar. Vom jetzigen SAGA/GWG Chef, Lutz Basse, war erst kürzlich zu lesen, dass die SAGA/GWG deswegen so wenig neu baut, weil ihr die Grundstücke ausgehen.
Auch der Hamburger Wohnungsbaukoordinator und ehemalige SAGA/GWG Chef Michael Sachs betont immer wieder, wie schwierig es für Bauherren, vor allem die städtische SAGA/GWG und die Genossenschaften ist, bezahlbare Grundstücke zu bekommen. In diese Klage stimmen viele HamburgerInnen aus Politik und Wirtschaft ein. Unter anderem auch die Senatorin für
Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) Anja Hajduk.
Der Verein „Mieter helfen Mietern“ (MHM) bestätigt, dass die SAGA/GWG zu wenig neu baut.
An diesem Vorgehen der SAGA/GWG wird deutlich sichtbar, dass sie einen möglichst hohen Profit vor das Grundbedürfnis der Menschen, bezahlbaren Wohnraum zu bekommen, stellt.
Die SAGA/GWG wurde in den vergangenen Jahren vom CDU/FDP/SCHILL Senat dazu gezwungen möglichst hohe Profite zu erwirtschaften. Das Druckmittel, war, das Unternehmen ansonsten zu privatisieren.
Nun muss sich zeigen, auf welcher Seite die GAL wirklich steht. Auf der Seite der Profitinteressen oder auf der Seite der Menschen die auf bezahlbaren Wohnraum angewiesen sind.